Wie überprüft man den eigenen Umgang mit Alkohol, ohne sich gleich festlegen zu müssen? Genau diese Frage hat kürzlich eine Fachdelegation aus der japanischen Präfektur Tokushima nach Deutschland geführt – auf der Suche nach Antworten, die auch außerhalb Europas funktionieren.
Der Ansatz, der überzeugte
Vorgestellt wurde SKOLL von unserer Referentin Gianna Niemeyer. Statt einer reinen Programmpräsentation gab sie den Gästen Einblick in das ganze Paket: die Inhalte, die Haltung dahinter und die praktische Umsetzung im Training.
Am meisten überzeugte die Delegation der niedrigschwellige, ressourcenorientierte Ansatz: SKOLL schreibt niemandem vor, was richtig ist, sondern hilft dabei, eigene Muster zu erkennen und neue Wege selbst zu erproben – ohne erhobenen Zeigefinger, dafür mit Reflexion, Selbstverantwortung und konkreten Impulsen für den Alltag.
Warum das auch in Japan funktioniert
Genau dieser Zugang traf einen Nerv. Im Austausch wurde schnell klar: Angebote, die Menschen früh erreichen und Orientierung geben, bevor sich Probleme verfestigen, sind gefragt – ob in Niedersachsen oder in Japan.
Mehr als nur Höflichkeit
Wie gut die Präsentation ankam, zeigte sich erst richtig danach: Die Gäste baten um weitere Unterlagen und wollten genau wissen, wie wir in der Praxis arbeiten und wie sich SKOLL auf unterschiedliche Kontexte übertragen lässt. Ein deutliches Zeichen, dass der Ansatz auch über Ländergrenzen hinweg trägt.
Ein Blick über den Tellerrand
Solche Begegnungen sind ein guter Realitätscheck: Die Herausforderungen ähneln sich, egal wo man hinschaut. Und Austausch wie dieser zeigt, wie viel Präventionsarbeit über die eigene Region hinaus bewegen kann.
Für uns war es ein Tag, der SKOLL in einen internationalen Dialog gebracht hat. Wir freuen uns über das Interesse aus Japan und sind gespannt, wohin der Austausch als Nächstes führt.
SKOLL steht für Selbstkontrolltraining und richtet sich an Menschen, die ihren Umgang mit Alkohol, Cannabis, Medien und Co. überprüfen und verändern möchten – ohne sich dabei vorschnell festlegen zu müssen. Genau diese Offenheit macht das Angebot für Teilnehmende ebenso hilfreich wie für Fachpersonen interessant.
